Jugendaustausch zwischen Sombor, Serbien und Pécs, Ungarn im Mai

Am 14./15. Und 28./29. Mai fand ein Jugendaustausch zwischen Schüler:innen aus Ungarn und Serbien statt, bei dem die deutschen Minderheiten entdeckt und die Deutschkenntnisse angewandt wurden.

Der Deutsche Verein „St. Gerhard" hat viele Kooperationspartner weltweit. Mit einem dieser Partner wurde nun ein Jugendaustauschprojekt umgesetzt, mit dem Lenau Haus in Pécs, Ungarn. Ziel war es, dass sich Jugendliche aus Pécs und Sombor zwei Wochenenden treffen, sich gegenseitig ihre Städte zeigen, ihre Deutschkenntnisse anwenden und natürlich die jeweiligen deutschen Minderheiten kennenlernen.

Am Wochenende des 14./15. Mai sind fünf Jugendliche aus Sombor und Umgebung zusammen mit dem Vorstandsmitglied Mihaljo Veniger und der ifa-Kulturmanagerin Leonore Grottker nach Pécs gefahren. Dort wurden sie von der Programmkoordinatorin Anikó Kramm-Mezei und der ifa-Kulturmanagerin Angelique Born im Lenau Haus begrüßt. Am Anschluss wurde in gemischten Teams die Stadt Pécs mit ihren ungarndeutschen Spuren mithilfe einer Stadtrallye entdeckt. Nach der Themenfindung für einen Podcast wurde gemeinsam, gegrillt und gespielt.

Am Sonntag stand dann ein Tagesausflug nach Großnaarad/Nagynyárád auf dem Programm. In dem ehemals deutschen Dorf besuchte die Gruppe die Blaudruckwerkstatt von János Sárdi und bekam eine Vorführung des Prozesses des Blaudruckens, eine traditionelle Technik der Ungarndeutschen. Danach ging es ins Heimatmuseum, in dem das Leben der Ungarndeutschen in der Vergangenheit anschaulich ausgestellt wird. Nach einem donauschwäbischen Mittagessen wurde mit Blaudruckstoffen gebastelt.

Zwei Wochen später, am 28./29. Mai, kam dann die Pécser Gruppe nach Sombor. Die sieben Jugendlichen besuchten gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin und Angelique Born die Stadt und den Verein „St. Gerhard". Auch hier wurden deutsche Spuren durch eine Stadtrallye entdeckt und außerdem die Sehenswürdigkeiten der Stadt Sombor besucht. Nach der Arbeit am Podcast ist der Tag mit Spielen ausgeklungen.

Am nächsten Tag wurde dann das Wissen zu den Donauschwaben vertieft und eine Führung im Donauschwäbischen Museum Sombor besucht. Die Führung fand natürlich auf Deutsch statt, im Anschluss konnten die Jugendlichen auf eigene Faust die Ausstellung entdecken. Gemeinsam wurden dann die deutschen Minderheiten in Ungarn und Serbien verglichen. Für Kreativität war auch gesorgt: bei einem Besuch des Familienunternehmens Janović wurde etwas über die Lebkuchenherstellung gelernt und dann - der Höhepunkt des Tages - selbst Lebkuchen dekoriert. Es entstanden verzierte Herzen und Hufeisen, die natürlich mitgenommen werden konnten. Danach wurde Abschied genommen begleitet von dem Versprechen, sich wieder zu sehen!

Wir freuen uns darauf!

Das Projekt wird vom Institut für Auslandsbeziehungen unterstützt.

 

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